Alles was Wohneigentümer wissen müssen — Jeden ersten Donnerstag des Monats.
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Die Schweizerische Nationalbank SNB hat zum zweiten Mal unter ihrem Präsidenten Martin Schlegel eine Senkung des Leitzinses verkündet. Er sinkt um 25 Basispunkte, von 0,5 auf 0,25 Prozent.
Im Gegensatz zur ungewöhnlich starken Senkung von 0,5 Prozent im Dezember war der jetzige Schritt in dieser Höhe erwartet worden: Wie im Vorfeld üblich, hatte die Nachrichtenagentur Reuters Ökonomen zu ihrer Einschätzung befragt. 28 der 32 Befragten hatten eine Senkung um 25 Basispunkte auf 0,25 Prozent erwartet.
Bemerkenswert: 19 der 32 befragten Finanzfachleute rechnen damit, dass sich der Leitzins bis Ende 2025 nicht mehr verändern wird. Mit zehn Expertinnen und Experten erwartet immerhin fast ein Drittel, dass der Leitzins noch weiter sinken wird – bis auf 0 Prozent. Drei Befragte wiederum erwarten, dass die Talsohle erreicht ist und der Leitzins bis Ende des Jahres wieder auf 0,5 Prozent steigen wird.
Die Senkung des Leitzinses wird ab dem 21. März wirksam. Es handelt sich bereits um die fünfte Senkung in Folge.
Eine der wichtigsten Aufgaben der SNB als Zentralbank der Schweiz ist es, für Preisstabilität zu sorgen. Ihre Geldpolitik hat zum Ziel, dass das Geld der Menschen und Unternehmen in der Schweiz seinen Wert behält und die Schweizer Volkswirtschaft sich entwickeln kann.
Die SNB beurteilt den Inflationsdruck nach wie vor als erhöht und das Wachstum der Weltwirtschaft über die nächsten Quartale als moderat. Für die Schweiz rechnet die SNB 2025 mit einem BIP-Wachstum von 1 bis 1,5 Prozent. Die Inflation hat sich wie von ihr erwartet im Bereich der Preisstabilität entwickelt – diese liegt in einem Zielband von 0 bis 2 Prozent. Die Unsicherheit über die globale Wirtschafts- und Inflationsentwicklung sei aber deutlich angestiegen. Die Zinssenkung soll diesen Umständen Rechnung tragen, Abwärtsrisiken entgegenwirken und gleichzeitig die Wirtschaftsentwicklung der Schweiz stützen.
Die Zinssenkung war von den Märkten erwartet worden. Der Schweizer Franken dürfte sich leicht abwerten. Das ist für die exportorientierte Wirtschaft erfreulich, kann sich doch für ausländische Unternehmen der Kauf von Schweizer Waren vergünstigen. Für 2025 rechnet die SNB in der Schweiz mit einer Teuerung von 0,4 Prozent – was um 0,1 Prozent höher ist als bei der letzten Prognose im Dezember 2024. Für 2026 rechnet sie unverändert mit 0,8 Prozent. «Mit unserem heutigen Zinsschritt stellen wir sicher, dass die monetären Bedingungen angesichts des schwachen Inflationsdrucks und der erhöhten Abwärtsrisiken für die Inflation angemessen bleiben», sagte Martin Schlegel in seinen Ausführungen vor den Medien zur aktuellen Leitzinssenkung. «Wir haben unsere Geldpolitik in den letzten Quartalen deutlich gelockert. Diese Lockerung hat dazu beigetragen, die Inflationsaussichten in der mittleren Frist zu stabilisieren.»
Im Inland kann die erwartete Zinssenkung dazu führen, dass auch bei einer moderaten Abwertung des Schweizer Frankens Produkte aus dem Ausland teurer werden, zum Beispiel Modeartikel, Elektronikgeräte, aber auch Reisen ins Ausland.
Der Referenzzinssatz für Mieten wurde erst unlängst Anfang März gesenkt. Aktuell liegt er bei 1,5 Prozent. Mieterinnen und Mieter, deren Mietzins gemäss Mietvertrag auf einem Referenzzinssatz von 1,75 Prozent oder mehr basiert, können bei ihrem Vermieter ein Begehren auf Mietzinssenkung stellen. Der tiefere SNB-Leitzins wird wegen der kürzlichen Senkung nicht zwingend dazu führen, dass der hypothekarische Referenzzinssatz der Schweiz demnächst erneut sinken wird. Dessen Höhe wird das Bundesamt für Wohnungswesen unabhängig von der Nationalbank zum nächsten Mal erst am 2. Juni bekanntgeben.
Wenn Sie Ihr Eigenheim mit einer SARON-Hypothek finanziert haben, profitieren Sie direkt, denn der SARON ist an den Leitzins gekoppelt. Eine SARON-Hypothek kostet aktuell mindestens 1,23 Prozent (0,43 Prozent* plus 0,8 bis 1,3 Prozent Bonitätsmarge).
Die angekündigte Leitzinssenkung ist moderat und wurde vom Markt erwartet. Deshalb dürfte sich wenig ändern, wenn Sie Ihr Wohneigentum mit einer Festhypothek finanziert haben oder Ihren Immobilienkauf mit einer Festhypothek finanzieren möchten. Die Hypothekarzinsen sanken übers ganze Jahr 2024 deutlich. Für viele Finanzfachleute ist bei den Festhypotheken inzwischen ein Sockel erreicht, der sich nur noch marginal, wenn überhaupt, nach unten bewegen dürfte. Der Markt hat die tieferen Zinsen bereits eingepreist. Falls Sie zeitlich flexibel sind beim Abschluss einer Hypothek, kann es sich dennoch lohnen, den Markt genau zu beobachten und von allenfalls moderat sinkenden Zinsen zu profitieren.
Während mehr als einem Jahr – nämlich seit Oktober 2023 (kurze Laufzeiten) beziehungsweise seit November 2023 (lange Laufzeiten) – waren SARON-Hypotheken teurer als Festhypotheken. Dieses eher ungewohnte Verhältnis hat sich wieder umgedreht. Am 20. Dezember 2024 kostete beispielsweise eine zehnjährige Festhypothek bei UBS key4 mortgages mindestens 1,26 Prozent. Drei Monate später, am 20. März 2025, kostete sie mindestens 1,69 Prozent* und liegt damit aktuell wieder höher als eine SARON-Hypothek.
* Indikative Zinssätze am 20. März 2025 um 18 Uhr. Die Zinssätze hat UBS key4 mortgages auf Basis dieser Parameter festgelegt: Kanton Zürich, Kreditsumme 500'000 Franken, Tragbarkeit 24 Prozent, Belehnung 50 Prozent, Auszahlungsdatum 21. März 2025. Diese Zinssätze sind kein verbindliches Finanzierungsangebot.
Der SARON-Referenzzinssatz ist direkt an den Leitzins gekoppelt und kann schwanken. Deshalb eignen sich SARON-Hypotheken für Wohneigentümer, die mit Zinsschwankungen leben können und über finanziellen Spielraum verfügen. Wer auf Sicherheit bedacht ist und langfristig präzise budgetieren möchte, ist mit einer Festhypothek weniger Schwankungen ausgesetzt.
Die jetzt vorgenommene Leitzinssenkung von einem Viertel Prozent macht Vermögenswerte moderat attraktiver. Die Nachfrage nach Immobilien dürfte weiterhin hoch bleiben. Der UBS Real Estate Bubble Index beurteilt das Risiko einer allfälligen Immobilienblase in der Schweiz. Gemäss ihm stiegen die Eigenheimpreise im 4. Quartal 2024 um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahr verteuerten sich Eigenheime um 2,4 Prozent, inflationsbereinigt um 1,8 Prozent. Trotz dieser Preissteigerung setzte der UBS Swiss Real Estate Bubble Index seinen Rückgang im 4. Quartal 2024 fort. Aktuell steht er bei sehr tiefen 0,29 Indexpunkten. Damit liegt er deutlich unter dem Wert von Anfang der 1990er-Jahre (2,34), als Immobilien in der Schweiz bis zu 40 Prozent an Wert verloren.
Der UBS Real Estate Bubble Index stuft somit das Risiko einer Immobilienblase als «moderat» ein. Die UBS erachtet bei Wohneigentum eine Preiskorrektur nach unten als zunehmend unwahrscheinlicher, insbesondere wegen drei Faktoren: der niedrigen Nutzungskosten von Wohneigentum im Vergleich zur Miete, der weiterhin gemässigten Hypothekennachfrage und einer sich weiter verlangsamenden Wohnbautätigkeit.
Wie oben ausgeführt, rechneten die meisten Marktteilnehmer mit der angekündigten Zinssenkung.
Die SNB beurteilt den Ausblick für die Inflation in der Schweiz momentan als sehr unsicher. Zudem betrachtet sie die Unsicherheit für die Weltwirtschaft als hoch, insbesondere in Bezug auf Handelsbarrieren wie Zölle, die die Entwicklung der Weltwirtschaft schwächen können. Diese globalen handels- und geopolitischen Unsicherheiten stellen gemäss der SNB das Hauptrisiko für die Schweizer Wirtschaft dar. «Besonders handels- und geopolitisch kann sich die Situation womöglich schnell und markant verändern», sagte Antoine Martin von der SNB beim Mediengespräch zum aktuellen Leitzinsentscheid.
Zwar erwartet die SNB für das laufende Jahr ein BIP-Wachstum zwischen 1 und 1,5 Prozent und eine Inlandnachfrage, die von steigenden Reallöhnen und der Lockerung der Geldpolitik profitiert. Zugleich rechnet sie damit, dass sich die moderate Auslandkonjunktur dämpfend auf den Aussenhandel auswirken kann und die Arbeitslosigkeit leicht zunehmen wird.
All diese Faktoren erschweren es, klare Prognosen für die künftige Hypothekarzinsentwicklung zu stellen. Ihren grossen Sprung nach unten haben die Hypothekarzinsen nach der überraschend starken Senkung des SNB-Leitzinses im Dezember 2024 gemacht. Sie dürften jetzt eher auf niedrigem Niveau stabil bleiben.
Die Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und -politik sprechen tendenziell dafür, dass der Schweizer Franken Auftrieb erhält. Die Nationalbank beobachtet die Lage und ist gewillt, wenn nötig einzugreifen. Dennoch rechnen die meisten Finanzfachleute damit, dass die fünfte Senkung des Leitzinses in Folge die letzte für dieses Jahr sein dürfte. Die nächste Lagebeurteilung werden die Währungshüter im Juni 2025 publizieren.
Unsere Hypothekarzinsprognose bis Ende 2025:
*Indikative Zinssätze am 20. März 2025 um 18 Uhr. Die Zinssätze hat UBS key4 mortgages auf Basis dieser Parameter festgelegt: Kanton Zürich, Kreditsumme 500'000 Franken, Tragbarkeit 24 Prozent, Belehnung 50 Prozent, Auszahlungsdatum 21. März 2025. Diese Zinssätze stellen kein verbindliches Finanzierungsangebot dar.
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Langzeitstudien zeigen: In der Vergangenheit waren Geldmarkthypotheken wie die SARON-Hypothek günstiger als Festhypotheken. Von Oktober beziehungsweise November 2023 bis Januar 2025 waren jedoch kurz- und langfristige Hypotheken günstiger als eine SARON-Hypothek. Das war ungewöhnlich und hat sich im Januar wieder geändert.
Die meisten Marktteilnehmer rechnen für 2025 mit nur leicht sinkenden oder auf tiefem Niveau stabilen Hypothekarzinsen. Deshalb dürfte jetzt für viele ein guter Zeitpunkt sein, ihr Eigenheim oder ihre Eigentumswohnung langfristig zu günstigen Konditionen zu finanzieren. Ein Blick auf die historische Entwicklung der Hypothekarzinsen lässt darauf schliessen, dass es sich aktuell lohnen kann, für die Finanzierung von Wohneigentum eine Festhypothek mit einer längeren Laufzeit von 5 oder 10 Jahren in Betracht zu ziehen. Bei einem Entscheid für bestimmte Hypothekarmodelle empfiehlt es sich immer, die eigene familiäre und finanzielle Situation einzubeziehen und sich von einer Fachperson beraten zu lassen.
Es ist sinnvoll, nicht alles auf eine Hypothek zu setzen. Verteilen Sie die Finanzierung lieber auf verschiedene Hypothekarmodelle und Laufzeiten. So streuen Sie Ihr Zinsrisiko und minimieren gleichzeitig die Gefahr, im ungünstigsten Moment die ganze Summe erneuern zu müssen, zum Beispiel in einer Hochzinsphase. UBS key4 mortgages empfiehlt diesen Mix:
Wie Sie Ihr Wohneigentum finanzieren oder refinanzieren, hängt von viel mehr Faktoren als nur vom aktuellen Zinssatz ab. Ihre persönliche und finanzielle Situation, Zukunftspläne, Risikofähigkeit und Einschätzung der Hypothekarzinsentwicklung spielen bei der Wahl des richtigen Hypothekarmodells und der richtigen Laufzeiten eine mindestens so wichtige Rolle. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und vergleichen Sie Angebote, Leistungen und Preise. Nicht immer ist das auf den ersten Blick günstigste Angebot auch das beste für Sie.